Israel 2016, Tag 1

Raffael Reithofer und Michael Wagner, zwei junge Männer aus Weiz, haben heuer eine Reise nach Israel gemacht. Ihr Reisebericht gefällt mir so gut, dass ich ihn gerne veröffentlichen möchte. Die Reise war im Juli und dauerte 11 Tage. Sehr gerne möchte ich einen Tag nach dem anderen wiedergeben. Der Text ist hauptsächlich von Michael Wagner, die Fotos stammen in erster Linie von Raffael Reithofer, manchmal auch umgekehrt.

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Michael Wagner und Raffael Reithofer in Jerusalem

17.07.2016 (Tag 1)

Der Wecker reißt mich aus dem Schlaf. Etwas verdutzt schaue ich auf die Uhr. Punkt vier Uhr am Morgen. Nun ist es also so weit. Eine lang geplante Israel-Reise kann beginnen. Nach zwei Stunden Fahrzeit erreichen wir den Flughafen Wien-Schwechat. Erst als wir in die Abflughalle gelangen, können wir ein bisschen durchschnaufen. Wir, das sind übrigens mein langjähriger guter Freund Raffael Reithofer und meine Wenigkeit, Michael Wagner. Nach ca. dreieinhalb Stunden Flugzeit erreichen wir bei herrlichstem Wetter den „Ben Gurion Airport“ in Tel Aviv.

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Ben Gurion Airport Tel Aviv

„Wow, wir sind wirklich auf israelischem Boden“, dachte ich begeistert. Doch erst mal wird unsere Freude etwas eingetrübt, wir müssen nämlich erst noch zur üblichen Befragung. Mehr wissen wir bis dahin noch nicht. Nach ungefähr zwei Stunden Wartezeit waren wir endlich dran. So spannend wie wir dachten, ist das Ganze dann gar nicht. Die Befragung dauert gerade mal fünf Minuten, wo wir lediglich einige Informationen zu unserer Person, unserem Beruf und über unser Vorhaben während unseres Aufenthalts preisgeben müssen. Bei etwas getrübter Stimmung und ca. 38 Grad Außentemperatur begeben wir uns vom Flughafen in Richtung Unterkunft in Tel Aviv. Bis wir unser Appartment endlich mit Zug und Taxi erreichen, vergehen nochmals zwei Stunden. Wir werden sehr freundlich aufgenommen und auch das Zimmer gefällt uns auf Anhieb sehr gut. Wir fühlen uns gleich von Beginn an sehr wohl in unserer Bleibe, dem „Abraham Hostel“. Nach einer kurzen Verschnaufpause machen wir noch einen Orientierungsrundgang, den wir auch nützen, um Geld umzutauschen. Für 1 € bekommt man etwas mehr als vier Israelische Schekel. Wir gönnen uns noch ein gutes Eis, was bei diesen Temperaturen besonders gut schmeckt. Raffael musste die Nacht vor der Reise noch für seine Bachelorprüfung durcharbeiten. Darum verstehe ich es sehr gut, dass er heute nicht mehr besonders viel unternehmen möchte. Und so entspannend war die ganze Reise auch nicht. So begibt sich Raffael in sein Bett, und ich begebe mich somit alleine mehr oder weniger planlos in die Innenstadt. Tel Aviv ist die einzige Millionenstadt Israels und gleichzeitig die am meisten europäisch geprägte Stadt. Mit neugierigem Blick schlendere ich gute zwei Stunden durch Tel Aviv, um bewusst das erste israelische Flair einzuatmen. Irgendwann merke ich, die Orientierung verloren zu haben. Es ist bereits nach 22 Uhr. „Notfalls kann ich immer noch ein Taxi nehmen“. Aber aus Kostengründen beschließe ich, an einer Bushaltestelle zwei Studenten nach dem Weg zu fragen. Diese zeigen mir freundlich und hilfsbereit auf dem Smartphone den Weg zum Hostel. Zum Glück bin ich nicht allzu weit entfernt. Ich steuere geradewegs auf mein Bett zu – denn auch ich bin mittlerweile sehr müde.

Text: Michael Wagner    Fotos: Raffael Reithofer

(kleo)

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