Israel 2016, Tag 3

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Auf der Suche nach einem Mietwagen.

19.07.2016 (Tag 3)

Heute ist bereits der letzte Tag für uns in Tel Aviv, unserer ersten Station. Deshalb wollen wir den Tag besonders auskosten. Nach einem ausgiebigem Frühstück im Gemeinschaftsraum machen wir uns auf den Weg in die Stadt, um ums ein Navigationssystem für unser geplantes und gebuchtes Mietauto zu beschaffen. Die Firma, welche uns das Navi verleiht, liegt zufällig am Weg Richtung Mittelmeer. So beschließen wir noch schnell, uns eine kurze Abkühlung zu gönnen. Ich selbst war allerdings wenig begeistert von diesem Strandbad. Raffael macht der dreckige Strand wenig aus, aber ich selbst gehe nur kurz für ein Foto ins Wasser, während es Raffael etwas länger genießt. Für den Rückweg zum Appartment nehmen wir uns ein Taxi. Hier haben wir auch eine nette, interessante Unterhaltung mit dem Taxifahrer, einem Herrn im Pensionsalter. Er erzählt uns, dass er als Kind mit seinen Eltern aus Polen hierher gekommen ist. Als er erkennt, dass wir Österreicher sind, erzählt er uns in fast akzentfreiem Deutsch, dass er auch einige Zeit in Hallein lebte.

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Unterwegs in Tel Aviv

Im Appartment angekommen, holen wir noch unsere gepackten Koffer und fahren mit dem Stadtbus ca. eine halbe Stunde an den nördlichen Stadtrand, wo unsere Mietwagen-Firma sein sollte. Wir steigen aus, und nachdem wir nochmal einige Zeit herumirren, finden wir in einem Hinterhof gut versteckt unsere Firma. „Na endlich, jetzt kann es losgehen“, so unser Gedanke. Doch es sollte alles ganz anders kommen. Als wir ins Büro kommen, erfahren wir plötzlich, dass wir eine ziemlich hohe Kaution hinterlassen müssen. Das geht allerdings nur mit meiner Kreditkarte, nicht bar. Kurz gefasst: Von meiner Karte kann pro Tag nur eine bestimmte Summe behoben werden – zu wenig für die Kaution. Gezwungenermaßen müssen wir das Ganze abbrechen und landen mit unserem gesamten Gepäck schweißgebadet und völlig verzweifelt wieder in unserem Abraham Hostel. Zum Glück werden wir – obwohl wir bereits ausgecheckt hatten – sehr freundlich empfangen und setzten uns erst mal ins Foyer auf die Couch. „Was jetzt?“, schauen wir einander fragend an. Irgendwie müssen wir doch ein Leihauto bekommen, wie sollen wir sonst das Land bereisen? Als wir da ahnungslos sitzen, beschließen wir das zu tun, was wir jetzt noch tun können. Wir fragen im Gebet unseren Herrn Jesus um Rat! Schließlich haben wir Ihm die ganze Reise anbefohlen. Wir wissen, dass ER bereits einen Ausweg kennt, dennoch war diese Vertrauensprüfung für uns beide eine Herausforderung.

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Behütet auf Reisen.

Es dauert nicht lange und wir bitten einen Mitarbeiter des Appartments um Hilfe. Dieser organisiert für uns eine andere Leihfirma. Wir müssen uns beeilen, es ist schon ziemlich spät und die Firma hat noch genau ein Auto frei. Wir sind unserem Gott und Heiland sehr dankbar, dass dann doch noch alles klappt. Um ca. 19 Uhr starten wir dann mit gut fünf Stunden Verspätung mit einem Kleinstwagen der Marke Chevrolet Spark von Tel Aviv in Richtung Tiberias. Die ersten paar Minuten muss ich mich als Fahrer schon etwas konzentrieren. Mit einem fremden Auto in einem fremden Land einen fremden Fahrstil zu beherrschen ist anfangs gar nicht so einfach. Doch nach der ersten halben Stunde, als wir es durch Tel Aviv geschafft haben und auf die Freilandstraße kommen, fängt es an mir Spaß zu machen.

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… als wir es durch Tel Aviv geschafft haben und auf die Freilandstraße kommen …

Als wir nach über 200 Kilometern in Tiberias, dem Hauptort am See Genezareth, ankommen, ist es bereits nach 21 Uhr. Dennoch sind wir sehr dankbar und erleichtert, diesen wohl aufregendsten Tag unserer gesamten Reise überstanden zu haben. Zur Feier des Tages gehen wir in die Innenstadt von Tiberias und suchen das Restaurant „Little Tiberias“ auf. Hier fällt uns die Menüauswahl ziemlich leicht. Wir nehmen beide den „Petrusfisch“!

Text: Michael Wagner    Fotos: Raffael Reithofer

(kleo)

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