Israel 2016, Tag 7

23.07.2016 (Tag 7)

Als wir die Augen aufschlagen ist es bereits 11 Uhr am Vormittag. Offenbar mussten wir einigen verlorenen Schlaf nachholen. Beim Frühstück in unserer Appartment-Küche bemühen wir uns so gut es geht, unseren eingekauften Vorrat bestehend aus Melone, Müsli und Brot aufzubrauchen. Wir lassen uns an diesem Tag ziemlich lange Zeit, bevor wir um 14 Uhr mit dem Auto zum Toten Meer aufbrechen. Alleine schon die ca. 30 minütige Fahrt dorthin ist überwältigend. Unser Weg führt uns ein Stück durch die Wüste Negev. Wir fahren eine kurvenreiche, steile Straße bergab und erblicken bereits das Tote Meer von oben. Als wir die Straße am Ufer des Toten Meeres entlang fahren, befinden wir uns am tiefsten frei zugänglichen Punkt der Erde. Das Tote Meer liegt nämlich auf minus 392 Meter unter dem Meeresspiegel. Das muss man sich einmal vorstellen: Das Mittelmeer liegt fast 400 Meter über uns. In En Gedi, einem kleinen Ort direkt am Toten Meer halten wir am Parkplatz vom „National Park“, wo wir eine kleine Wanderung hinauf zum David-Wasserfall machen.

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Im Naturreservat En Gedi, wo sich das Wadi David mit dem David-Wasserfall befindet.

Obwohl es ziemlich bergauf geht, sind wir immer noch unter dem Meeresspiegel, als wir nach einer guten Dreiviertelstunde Gehzeit den wunderschönen David-Wasserfall erreichen. Nach einer kurzen Rast und ein paar Fotos kommt auch schon der Aufseher zu uns und bittet uns, wieder retour zu gehen. Kurz vor seiner Ankunft hat ein junges Pärchen noch verbotenerweise unter dem Wasserfall gebadet, die Haare der beiden waren noch nass, als der Beduine kam, um nach dem Rechten zu sehen … Keine zehn Minuten mit dem Auto entlang des Ufers erreichen wir den Badestrand „En Bokek“, der noch ziemlich voll mit Badegästen gefüllt ist. Bei 40 Grad Hitze ist das Baden im Toten Meer keine Abkühlung, jedoch ist das auch nicht Sinn und Zweck. Viel mehr das Gefühl, durch den extrem hohen Salzgehalt des Toten Meeres nicht untergehen zu können, war es uns wert, hierher zu kommen. Man kann sich im Wasser bewegen wie man möchte, man kann einfach nicht untergehen.

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Das besondere Badeerlebnis im Toten Meer.

Allerdings muss man auch sehr aufpassen, dass man kein Wasser in die Augen bekommt. Wasser mit über 30 Prozent Salzgehalt – zehn Mal so viel wie im Ozean – im Auge zu haben ist wahrscheinlich nicht sonderlich angenehm. Nach ungefähr zwei Stunden Badevergnügen einer etwas anderen Art verlassen wir den Strand und machen uns wieder auf den Weg zurück zu unserem Appartment, wo wir unsere letzte Nacht verbringen, bevor es morgen weiter nach Jerusalem geht.

Text: Michael Wagner    Fotos: Raffael Reithofer

(kleo)

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